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Die Pfarrei Kosimoro wird seit 2004 von drei Franziskanern betreut 

 

 

Bruder Maurice ist selbst gelernter Schreiner (sowie Schlosser und Maurer) und bildet auf dem Klosterareal sechs Lehrlinge aus.

 

Br. Raphael und Br. Daniel sind zwei Priester, die in der riesigen Pfarrei ihren Dienst tun.

 

Die Pfarrei ist sehr, sehr arm, es fehlt an so Vielem! Weder hat sie eine Kirchenglocke, noch ein vernünftig fahrbares oder auch nur annähernd sicheres Auto.

 

Zum Auto, mitunter das Wichtigste: Die Caritas arbeitet mit der Diözese zusammen, und

so werden immer wieder Hilfslieferungen für die hungernde Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Das Problem: Jene Lieferungen müssen abgeholt und in die abgelegenen, von

der Welt fast vergessenen Dörfer gebracht werden. Zwar bringt die Pfarrei auf jeden Fall die nötige Kraft auf, eine gerechte und friedliche Verteilung der Hilfslieferungen zu garan-tieren, unbedingt notwendig dazu ist jedoch ein geländegängiger Lieferwagen!

Gerade heute konnte ich erfreulicherweise den Anschaffungsbetrag überweisen.

 

 

Aber Leben bedeutet weit mehr, als ‚nur’ ein voller Bauch!

 

Vier Schwerpunkte, die Brüdergemeinschaft in Korsimoro

 

 

1. Das brüderliche Leben

 

Alle Brüder leben dort wie die meisten Franziskaner in Armut , darüberhinaus - verglichen mit europäischen Verhältnissen - mehr als bescheiden zusammen auf ihrem Klosterareal.

Sie benötigen unbedingt eine eigene kleine Kapelle nur für sie allein. Es ist sehr schwierig, ein geregeltes geistiges Leben in Gemeinschaft zu führen, wenn kein persönlicher geist-licher Raum zur Verfügung steht, wo die Brüder in Ruhe, ohne gestört zu werden, beten und sich nach ihren Bedürfnissen ihrer Religion hingeben können.

 

Der Bau einer solchen Kapelle erfordert etwa 12'000 Euro.

 

 

            2. Die Schreinerei

 

Entwicklungshilfe hat nichts damit zu tun, dass wir armen Menschen alte Kleider ver-machen oder ihnen Nahrung spenden, sondern, dass wir diese Leute lehren, auf welche Weise sie selbst Notwendiges und Nützliches schaffen können.

Br. Maurice, der Schreiner, macht diese Sache wirklich vorbildlich. Mit fast unendlicher Geduld bringt er den jungen Männern dieses Handwerk bei. Da ihnen die Schulbildung meist gänzlich versagt blieb, ist dies nicht einfach, schliesslich muss auch ein Schreiner rechnen und planen können. Eine grosse Aufgabe also für Br. Maurice, und seine

- wie auch unsere - Vision ist es, eine grössere Schreinerwerkstatt mit mehr Arbeitsgeräten  ausserhalb des Klosterareals einrichten zu können, wo Lehrlinge mit fortgeschrittener Ausbildung schon selbstständiger arbeiten können.

 

Die Kosten für diese Schreinerei bewegen sich zwischen 100'000 und 200'000 Euro.

 

 

 

 

            3. Die Bibliothek

 

Wissen benötigt Bücher. In diesem Land sind sehr selten Bücher zu finden. Auch Lehrern mangelt es extrem an dem nötigen Material, einen Schultag effizient zu gestalten.

Fertig gezeichnete Pläne für die angestrebte Bibliothek sind bereits vorhanden.

 

Ferner ist ein Internetraum mit 10 bis 20 Arbeitsplätzen geplant. Möglicherweise kann ein Internetzugang via Satellit hergestellt werden. Das Internet ist heutzutage auf der ganzen Welt eine Informationsquelle und ein wichtiges Kommunikationssystem, das in dieser Zeit nirgendwo fehlen darf.

 

Kostenpunkt ca. 100'000 Euro.

 

 

            4. Pfarrei

 

Die Pfarrei als kultureller und spiritueller Ort, wo Gemeinschaft gepflegt wird, ist in dieser Einöde mindestens so wichtig wie anderswo.

 

Werden nur Hilfsprojekte aufgebaut, ohne die Bildung der Herzen in gleichem Mass zu fördern, können in diesem Vakuum, der Armut entsprungen, wirklich ‚böse’ Gier wie auch falsche Machtgelüste entstehen. So hat das Evangelium Christi eine wirklich wichtige Aufgabe.

 

Die Pfarrei besteht aus mehreren Basisgruppen. Jeweils drei Gruppen mit je einem Dutzend Familien ‚teilen’ sich eine Kapelle. Die Pfarrei Korsimoro besitzt somit eine Kirche und zwölf Kapellen. Einige Gruppen müssen sich eine Kapelle mit sogar bis zu 10 Gruppen teilen.

 

Diese ‚Kapellen’ sind derart ärmlich, dass sie eher an den Stall von Bethlehem erinnern.

Es ist nötig, bescheidene, aber ihrer Aufgabe angemessene Räume zu bauen. Mit  etwa 10'000 Euro können schlichte, aber trotzdem schöne und stabile Kapellen errichtet  werden.  

 

Ebenso ist eine Kirche ohne Glocke kaum vorstellbar. Schon aus dem Grund, dass eine Glocke auch als eine liebevolle Antwort auf den Gebetsruf des Muezzins zu verstehen wäre. Franz von Assisi hatte damals ja auch unter Muslimen gelebt, deren Gebetsruf ihn begeisterte und ihn zum Angelusläuten als christliche Antwort darauf inspirierte:

der Muezzin ruft die Grösse Gottes aus, das Angelusgebet gibt sozusagen Antwort mit der Aussage: ‚Ja, diesen grossen Gott verehren auch wir, und Jesus, der Sohn Gottes, hat sich als kleines, armes Kind auf unsere Welt begeben und hat uns alle das Lieben, Verzeihen und Dienen von Herzen gelehrt.

 

Für unser Anliegen, die Anschaffung einer Glocke, benötigt die Pfarrei eine Summe von

100'000 - 200'000 Euro.